HAUS P

Auf einem Sonnenplateu, hoch über dem Talboden, liegt auf 1040 Meter das Haus P. Die umgebende Landschaft ist Natur- und Kulturraum zugleich. Formen, Farben und das Wechselspiel der Jahreszeiten der alpinen Landschaft für die Bewohner des Hauses erlebbar zu machen, war die zentrale Entwurfsaufgabe.

Auf einem leicht abfallenden Hanggrundstück mit dem Bestand einer alten Streuobstwiese ist das Raumprogramm in einem höhengestaffelten, C-förmigen Baukörper organisiert. Diese Form generiert einen nach Osten geöffneten Innenhof, der die Wohnfunktionen im Gebäude trennt.

Im Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Bereiche des Hauses. Vom Eingang kommend öffnet sich der Innenraum und endet in einem überhohen, eingeschossigen Koch-, Ess- und Wohnbereich.

 

Die privaten Rückzugsräume befinden sich im Obergeschoss. Dieses ist über einen zum Innenhof hin geöffneten Korridor mit den Wohnräumen verbunden. Das weitläufige Panorama der umliegenden Bergwelt wird über diese vertikale Trennung in allen Räumen erlebbar.

Die nordseitige Zweigeschossigkeit des Baukörpers hat Vorteile für den Innenhof. Das aufgesetzte Obergeschoss bietet Schutz vor Einsicht und Wind. Dadurch steigert sich die Aufenthaltsqualität dieses Außenraums für die Bewohner des Hauses.

Im Inneren maximieren die raumhohen Fensteröffnungen der Aufenthaltsräumen den Landschaftsbezug nach aussen. Das Farbkonzept der Innenräume scha t mit fein abgestuften Schwarztönen für Wand-, Decken und Möbelflächen einen starken visuellen Kontrast zum farbigen Wechselspiel der Natur.

Die geschlossenen Fassadenflächen des Hauses sind mit einem Vertikalschirm aus Lärchenholz verkleidet. Das Holz ist unbehandelt und gleicht sich mit der Zeit immer mehr seinem natürlichen Umfeld an.

Fotos: Rasmus Norlander

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