BUSHALTESTELLE KRUMBACH

In Folge einer verkehrsplanerischen Studie über die bauliche Entwicklung des Ortskernes Krumbach durch die Architekten Bernardo Bader, Rene Bechter und Hermann Kaufmann, beauftragte die Gemeinde Krumbach dieses Team mit der Planung einer neuen Bushaltestelle im Zentrum der Gemeinde.
Um auf die bestehenden Rahmenbedingungen optimal reagieren zu können, wurde für die Haltestelle ein, ‚Terminalkonzept‘ verfolgt. Unter einem langgezogenen Dach, mit den Dimensionen von 29x4m, kann die Haltestelle von vier Bussen gleichzeitig bedient werden – rasches und vor allem sicheres Umsteigen ist der große Vorteil dieser Bautypologie.

KONSTRUKTION
Zwei Wand- und eine Deckenscheibe, hergestellt als massive Elemente in Kreuzlagenholz und mehrschichtig, schraubpressverleimte Lamellen, definieren das Bauwerk.
Die beiden 8,2m lange Wandscheiben tragen nicht nur die Dachkonstruktion. Bedingt durch die L-förmige Ausbildung und den Versatz der Scheiben zueinander, entsteht ein langgestreckter Zwischenraum, der die Wartebereiche für jede Fahrtrichtung räumlich eindeutig definiert. Die Auskragung der Dachscheibe in Längsrichtung beträgt an beiden Enden 3,5m.

 

MATERIALISIERUNG
Das Materialisierungskonzept folgt der einfach und reduzierten Formensprache der Konstruktion. Alle sichtbaren Betonflächen sind sandgestrahlt, die Holzkonstruktion in heimischer Fichte ausgeführt. Die beiden grosszügigen Sitzbänke sind aus massiver Eiche. Die Aushängekästen für die Fahrpläne sind aus Messing.
Alle Materialien sind unbehandelt und unterliegen ihrem natürlichen Alterungsprozess.

Bauherr: Gemeinde Krumbach
Arbeitsgemeinschaft mit Bernardo Bader Architekten und Hermann Kaufmann Architekten

Fotos: Adolf Bereuter, Rasmus Norlander

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